Hinter dem Märchenfenster wird es doch noch mal etwas weihnachtlich. Denn heute erzählt euch meine Mutter Ursel Meyer die Geschichte

Der Tannenbaum

von Hans Christian Andersen.

Habt ihr in diesem Jahr auch einen Weihnachtsbaum gehabt? Wir haben jeden Jahr einen kleinen Baum im Wohnzimmer stehen, so viel Platz haben wir ja nicht. Und weil ich ihn gerne schmücken, darf er auch nicht viel höher sein als ich selbst, denn auf eine Leiter mag ich nicht so gerne steigen. Den Tannenbaum kaufen, hochtragen und einstielen, das übernimmt immer mein lieber Mann.

Doch es gab ja auch Weihnachten, in denen ich diesen wunderbaren Menschen noch nicht an meiner Seite hatte. Da habe ich dann den Baum selbst die vielen Treppen hochgeschleppt. Meistens schon recht früh in der Adventszeit. Irgendwann war es mal so, dass ich vor der Adventszeit umgezogen bin. Und natürlich wollte ich trotzdem einen Baum. Also habe ich einen gekauft und erstmal auf den Balkon gestellt. Es war sehr kalt. Und so stand mein kleinen Baum lange draußen in der Kälte und war steif gefroren, als ich ihn am Heilgen Abend in mein Wohnzimmer trug. Nun musste der Baum ja aufgestielt werden. Aber im Umzugsdurcheinander ist mir der Hammer aus dem Werkzeugkasten abhanden gekommen. Wie sollte ich bloss den Dorn des alten Tannenbaumständers in den steifgefrorenen Stamm einschlagen ohne Hammer? Nun, kreative Menschen haben kreative Ideen. Ich hatte einen marmonen Kerzenständer, den habe ich zum Hammer umfunktioniert. Das hat sogar geklappt, der Kerzenständer, der Baum und der Tannenbaumständer blieben heil. Aber auf meiner Einkaufsliste nach Weihnachten stand ganz oben: „Hammer“.

Aber genug der Vorrede: auf geht es in den Wald, der da werden die Weihnachtsbäume geboren.

Ihre und Eure Sabine

Sterntalergold

Euch hat das Märchenfenster gefallen? Dann sammelt die Märchen wie Sterntaler ein und gebt sie weiter. Und wenn ihr für das Erzähltheater Osnabrück Sterntaler seien wollt, dann lasst Sterntalerngold regnen. Wie ein Sterntalergoldregen geht? Das ist ganz einfach und steht auf der Märchenfenster-Seite.

Das Märchenfenster

Das Märchenfenster wird sich immer wieder öffnen, jeden Tag. Es werden immer wieder andere Erzählerinnen und Erzähler, Musiker und Musikerinnen und kreative Menschen im Märchenfenster zu sehen und zu  hören sein. Und wer mitmachen will, kann sich gerne an das Erzähltheater wenden. Denn Lieblingsgeschichten haben wir alle!  Wie es geht, steht auf der Märchenfenster-Seite.